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Lebenshilfe klärt Vorwürfe gegen ehemalige Mitarbeiterin

 

Medieninformation, 30. November 2020

Gemeinsam mit den zuständigen Aufsichtsbehörden versucht die Lebenshilfe Limburg derzeit, Vorwürfe gegen eine ehemalige Mitarbeiterin zu klären. Die Lebenshilfe hatte sich kürzlich von der Beschäftigten getrennt, nachdem sich Kritik am Verhalten der Mitarbeiterin in der Tagesförderstätte in Heuchelheim verfestigt hatte.

Nachdem in mehreren Gesprächen mit dem Rechtsbeistand der Mitarbeiterin eine Auflösung des Arbeitsvertrages vereinbart werden konnte, wurden auch die zuständige Aufsichtsbehörde und die Eltern der KlientInnen informiert, die eventuell unter dem Verhalten der früheren Mitarbeiterin gelitten haben. Zuvor war die Beschäftigte fast zwei Jahre lang krankheitsbedingt abwesend, was die Aufklärung von bereits länger zurückliegenden Ereignissen erschwerte.

Einige Vorwürfe reichen zurück ins Jahr 2018. Damals war die betreffende Mitarbeiterin in einer E-Mail beschuldigt worden. Weitere Vorwürfe oder anderweitige Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten der Heilerziehungspflegerin, die damals schon seit 20 Jahren für die Lebenshilfe tätig war, gab es bis dahin nicht. Eine Anhörung durch den Arbeitgeber ließ sich wegen der Arbeitsunfähigkeit nicht durchführen.

„Für uns war damals vor allem wichtig, dass die Mitarbeiterin bis auf weiteres keinen Kontakt zu KlientInnen hatte. Dies ergab sich dann durch ihre Krankmeldung. Es ließ sich damals jedoch nicht klären, welche Substanz die Vorwürfe wirklich hatten“, sagt Geschäftsführerin Elisabeth Gerheim „Die Beschäftigte war fachlich anerkannt und wurde auch von vielen Eltern sehr geschätzt. Deshalb haben wir uns damals dazu entschieden, zunächst weitere Fakten zu sammeln. Damit wollten wir eine vorschnelle Stigmatisierung der Mitarbeiterin und auch von gegebenenfalls betroffenen KlientInnen verhindern.“

Vor wenigen Wochen konnte nun endlich ein ausführliches Gespräch mit der Mitarbeiterin geführt werden, bei dem die Vorwürfe nicht entkräftet werden konnten.

„Die Lebenshilfe hat danach sofort die Entscheidung getroffen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Damit folgen wir unseren hohen internen Standards für solche Situationen. In einem anderen Fall hat unsere Einrichtung erst vor kurzem ebenfalls konsequent die Trennung von einem Teammitglied vorgenommen, das sich ein Fehlverhalten hat zu Schulden kommen lassen“, so Werner Schlenz (Geschäftsführer).

Inzwischen ist nach Informationen der Lebenshilfe auch eine Strafanzeige gegen die ehemalige Mitarbeiterin gestellt worden. Die Einrichtung unterstützt alle beteiligten Behörden aktiv bei der Aufklärung der damaligen Vorfälle und hofft auf weitere Erkenntnisse.

Limburg, 30.11.2020

gez. W. Schlenz                                          gez. E. Gerheim
kfm. Geschäftsführer                                 päd. Geschäftsführerin