Kunstgruppe Buntspecht

Gegründet wurde die Kunstgruppe 1994 in einem Wohnheim der Lebenshilfe Limburg. Schwerpunkte waren Malerei, Maskenbau, Theater spielen und plastisches Arbeiten mit verschiedenen Materialien. Je nach Interesse konnten alle Bewohner des Hauses an diesen Angeboten teilnehmen. In den Jahren verschob sich der künstlerische Schwerpunkt hin zur Malerei und daraus entwickelte sich die Malwerkstatt. Von 1994 bis 2000 trafen sich bis zu 10 Teilnehmer in ihrer Freizeit. Mit fachkundiger Begleitung wurde gemeinsam künstlerisch gearbeitet. Die Malwerkstatt verstand sich als Ort, an dem Menschen Gefühle, Hoffnungen, Wünsche und Ängste äußern und ihnen kreativ Raum geben konnten.

Für alle Mitglieder der Malwerkstatt galt, dass sie dann Rat fanden, wenn sie ihn suchten und nur so lange, bis sie ihrer eigenen inneren Führung vertrauen und folgen konnten. Die meisten der Teilnehmer besuchten die Gruppe über mehrere Jahre kontinuierlich, so dass es zu einer klaren Stilfindung und Identifikation mit dem eigenen künstlerischen Ausdruck kam.

Entwicklung:
1998 traten erstmals Mitglieder der Malwerkstatt unter dem Namen "Gruppe Buntspecht" mit einer Ausstellung an die Öffentlichkeit. Regelmäßig folgten weitere Ausstellungen.

Um die Möglichkeit wahrzunehmen, künstlerische Aktivitäten und kreatives Potential als Ausdrucksmittel von Menschen mit Behinderung weiter zu aktivieren und zu fördern, hat die Lebenshilfe Limburg ab Oktober 2002 eine wohnheimübergreifende Kunstwerkstatt eingerichtet.

Künstlerisches Tätigsein bietet die Möglichkeit:

  • dem persönlichen Erleben und Empfinden, sowie künstlerischer Begabung Ausdruck zu verleihen
  • sich selbst zu erfahren, sich mitzuteilen, sich zu entwickeln, sich zu zeigen, zunächst durch das Kunstwerk 
  • einen Platz in der Gesellschaft, als künstlerisch produktiver, gleichberechtigter Mensch einzunehmen 
  • eigene Ideen verwirklichen zu können und damit ein hohes Maß an Selbstbestimmung zu erleben

Die arbeitsbegleitenden Maßnahmen Bereich Kunst leisten einen wichtigen Beitrag zur Inklusion und tragen zur

  • Stärkung des Selbstwertgefühls,
  • Akzeptanz des Andersseins,
  • Teilnahme am öffentlichen Leben in Form einer kulturellen Bereicherung bei.